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CANADA

Route 05

© K. Friedl - WWW.OFFROAD-REISEN.COM - letztes Update:  08.07.2014

Riviere-du Loup - Cabano - Edmundston - Grand Falls - Woodstock - Longs Creek -
Frederictown - Saint John - Sussex - Alma - Hopewell Cape - Moncton - (Halifax)


Grundsätzliches:
In erster Linie eine schnelle Verbindungsstrecke zwischen den Landesteilen Quebec und Nova Scotia mit einer überschaubaren Anzahl von Sehenswürdigkeiten. Vorwiegend Autobahn durch monotonen Mischwald. An den noch fehlenden Stücken wird mit Hochdruck gearbeitet.
Die Route wurde im JUN 2014 befahren. Streckenlänge: ca. 970 km!

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 Die GPS-Daten werden im Format xx° mm,mmm'  (WGS84) dargestellt.

Code

GPS (N)

GPS (W)

Beschreibung

Erläuterungen / Fotos

CD-0501

47 48,528

69 30,230

Riviere-du Loup

Wir starten die Runde am Autobahnkreuz östlich des Ortes. Die '85' endet bald und geht in die 2-spurige '185' über. Entlang monotonen, zum Teil kranken Mischwaldes steigt die Straße an und verbleibt in einer Höhe zwischen 200 und 450 m. Schließlich wird eine offene Hochfläche erreicht, auf der es auf einer arg überdimensionalen Autobahn weitergeht.
Schmunzeln wird man wohl bei diesem eigenwilligen Ortsnamen (s. r.)
 

CD-0502

47 40,858

69 53,909

Temiscouata-sur-le-Lac / Cabano

Der in der RKH-Karte noch als Cabano eingezeichnete Ort dürfte inzwischen umbenannt worden sein.
3 Campingplätze (siehe Camping-Info), mittelmäßige Versorgung.
Kurz hinter dem Ort wird an der künftigen Autobahn noch kräftig gebaut (JUN 2014).
 

CD-0503

47 29,236

68 28,877

Bezirksgrenze

Wir erreichen wieder New Brunswick und müssen an die Zeitumstellung denken.
Ab jetzt führt die Autobahn '2' weiter nach Süden.
 

CD-0504

47 22,492

68 18,881

Edmundston

Das in der RKH-Karte hier eingezeichnete Automobilmuseum haben wir trotz genauer Recherche nicht gefunden. Es sind auch keine entsprechenden Hinweisschilder vorhanden.
 

CD-0505

47 03,118

67 44,283

Grand Falls (Parkplatz)

Bei der Ausfahrt 75 verlassen wir die '2' für einen kurzen Zwischenstopp, den wir auf dem Parkplatz kurz vor der zentralen Brücke über den Saint John River einnehmen. Wie der Name des Ortes verrät, stürzt sich der Fluss hier über einen Wasserfall in den darunter liegenden Canyon. Leider wird der Eindruck durch die Wehranlagen, die das Gewässer vorher aufgestaut haben (und vermutlich noch für eine zusätzlich höhere Fallhöhe sorgen) etwas getrübt.

Für die Weiterfahrt schlägt der Reiseführer die flussnahe '105' als Alternative vor. Das ist als Grundidee durchaus zu überlegen, allein schon, um der eher langweiligen Autobahnfahrt ein Stück weit zu entkommen Ob es sich aber rentiert, mag dahingestellt sein. Durch den Bau der Autobahn hat die Landstraße ihre überregionale Bedeutung verloren und ist dementsprechend in schlechtem Zustand. Auch vom Saint John sieht man oft wenig, da am flussseitigen Rand der Straße eine meist dichte Vegetation vorzufinden ist. Außer einsamer, eher ärmlicher Gegend ist nicht viel zusehen.
Im JUN 2014 war die '105' zudem noch kurz vor Perth-Andover gesperrt, was einen 40 km (!) langen Umweg zur Folge hatte. Eine Rückkehr zur Autobahn macht also durchaus Sinn.
 

CD.0506

46 17,195

67 34,746

Abzweig Hartland

Bei der Ausfahrt 172 empfiehlt sich in der an Sehenswürdigkeiten eher armen Gegend ein weiterer Abstecher:
 

CD-0506a

46 17,753

67 31,960

Hartland Covered Bridge

  • Der kleine Ort verfügt über die - laut Eigenwerbung - längste überdachte (und zudem noch seitlich geschlossene) Holzbrücke der Welt.
    Das Besondere ist nicht nur die Länge von 400 m über den Saint John River, sondern auch die Tatsache, dass sie heute noch weiterhin in Betrieb ist (für den Durchgangsverkehr gibt es in Sichtweite eine neue Brücke).
    Vorsicht für Wohnmobile: Es gibt zwar eine Gewichtsbeschränkung (10 t), wir konnten aber seltsamerweise keine Höhenbeschränkung feststellen. Fast wären wir also durchgefahren, als wir im Dunkel der Brücke (s. o.) gerade noch rechtzeitig diagonale, quer zur Fahrbahn angebrachte Verstrebungen entdecken, die bei unserem kastenförmigen Wohnmobilaufbau u. U. erhebliche Probleme bereitet hätten.

Zurück zum Abzweig.

CD-0507

46 08,970

67 36,550

Abzweig '95' / Woodstock

.
 

CD-0508

45 52,410

66 59,079

Abzweig Kings Landing

Ausfahrt 253 bringt uns zu einer landesweit bedeutsamen Sehenswürdigkeit.
 

CD-0509

45 52,627

66 58,731

Kings Landing

(Siehe Beitrag unten).

Für die Weiterfahrt nach Frederictown empfiehlt es sich, weiter auf der '102' zu  bleiben, das ist fast kein Zeitverlust und man sieht mehr.
 

CD-0510

45 57,985

66 42,776

Abzweig

In die Woostock Rd. abbiegen.
 

CD-0511

45 57,555

66 38,424

Frederictown

Ob sich ein Besuch dieses Städtchens wirklich lohnt, mag dahingestellt sein. Die im Reiseführer empfohlenen Straßen Queen, King und Ferederic haben uns nicht so recht überzeugt. Wenn man schon mal da ist, sollte man sich aber das Viertel ansehen, das durch die Waterloo Row, University Row und die Beaverbrook St. gebildet wird. Hier gibt es wirklich prachtvolle Villen jeder Stilrichtung. Leider ist fast überall das Parken verboten, so dass man vieles nur im Vorbeifahren würdigen kann.
Vorsicht für Wohnmobile: Am nördlichen Ende der Waterloo Row überquert eine Eisenbahnbrücke die Straße. Die Durchfahrtshöhe ist mit 3,5 m angegeben.
 

CD-0512

45 56,189

66 39,594

Frederictown (Süd)

Südlich der Stadt fahren wir auf die Straße '8' auf, verlassen diese aber schon 300 m später wieder und folgen der '7', die wenig später in die '2' übergeht.
 

CD-0513

45 49,064

66 28,337

Abzweig Saint John

Nach dem Abzweig heißt die Straße nun wieder '7'. Sie führt, teils als Autobahn, teils als Landstraße durch wenig abwechslungsreichen Mischwald.
 

CD-0514

45 14,108

66 08,912

Saint John (West)

Für den Weg in die Stadt kann man bereits hier auf die Ortsstraße wechseln oder noch ein Stück auf der Autobahn bleiben.
 

CD-0515

45 16,290

66 03,792

Saint John
(Parkplatz im Zentrum)

Einen schönen Parkplatz auch für große Wohnmobile findet an der Water St. (1,50 CD$ / h).
Auch wenn die Stadt auf den ersten Blick vornehmlich die eher hässliche Zweckbauten geprägt ist, lohnt sich ein kurzer Besuch.
Die in Canada auch in Städten üblichen Holzhäuser sucht man in Saint John vergebens, da diese zum großen Teil einer Feuerbrunst im vorletzten Jahrhundert zum Opfer gefallen sind. Dafür findet man hier immer wieder beachtenswerte Backstein-Ensembles, wobei auch manche Neubauten diesen Stil wieder aufgreifen.
Den kleinen Stadtrundgang beginnt man am Market Square mit seiner eindrucksvollen Südfassade (1). Die angrenzende Loyalist Plaza macht durch eine Reihe fröhlicher Holzskulpturen in Menschenform auf sich aufmerksam (2).
Im Gebäude des Market Square (sehr schöne Halle, 3) beginnt im 1. Stock der Skywalk, über den man bis zum City Market gelangt. Nun, die Bezeichnung ist reichlich übertrieben, da man nur zweimal kurz mittels Brücke eine Straße überquert und ansonsten der Weg weitgehend durch verschiedene Geschäftspassagen verläuft.
Das von der Feuerbrunst verschont gebliebene Gebäude des City Markets beeindruckt sowohl durch seine Form als auch  durch das interessante Warenangebot (4).
Der Rückweg kann über die Union St. erfolgen, wobei man an Ecke mit der Wellington Row eine - ehemals sicher sehr imposante - Holzhäusereinheit bemerken kann (59). Leider hat auch hier der Zahn der Zeit gründlich gearbeitet.

1)   2)   3)   4)   5)
 

CD-0516

45 31,164

65 49,250

Hampton

Die Autobahn '1' verläuft durch eine durch flache Hügel geprägte, freundliche Landschaft.
 

CD-0517

45 43,407

65 30,654

Sussex

Das kleine Städtchen ist in keinem Reiseführer erwähnt. Trotzdem lohnt auf jeden Fall ein kurzer Abstecher, nach der Ortsdurchfahrt kann bei der nächsten Einfahrt wieder zurück auf die Autobahn.
In den letzten vier oder fünf Jahren sind eine Reihe von Hausfronten zum Teil über mehrere Stockwerke hinweg mit eindrucksvollen Wandbildern versehen worden. Diese zeigen Szenen aus dem heutigen oder früheren Alltag und gehen bisweilen auch ins leicht Surreale. Bezüglich der Technik wird dabei nicht um das übliche Graffiti verwendet, sondern es handelt sich um wirkliche Gemälde.


 

CD-0518

45 46,741

65 20,000

Abzweig Fundy NP

Wir verlassen die Autobahn bei Ausfahrt 211 und wechseln auf die '114'. Sie führt uns durch eine liebliche abwechslungsreiche Landschaft bis nach Moncton. Sie rentiert sich auf jeden Fall auch als Durchgangsstrecke.
 

CD-0519

45 39,768

65 08,859

Fundy NP
(Parkeingang)

Direkt nach dem Parkeingang rechts der erste Campingplatz und im Anschluss der Wolfe Lake (Bademöglichkeit, sehr schöner Picknickplatz). Wie schon an anderer Stelle erwähnt, lohnt sich der Besuch des Parks in erster Linie für die, die das umfangreiche Freizeitangebot nutzen möchten.
 

CD-0520

45 36,059

64 56,725

Alma

Nettes, quirliges Dorf, das in erster Linie vom Tourismus lebt.
Kurz danach kann man sich entscheiden, ob man die küstennahe Nebenstrecke nimmt, oder weiter auf der '114' bleibt, die ein Stück durchs Inland, aber weiterhin durch eine sehr schöne Landschaft führt.
 

CD-0521

45 49,718

64 34,950

Abzweig
Hopewell Rocks

Das hat uns dann doch geärgert!
Für die Besichtigung der paar Felsstümpfe soll man tatsächlich 9 CD$ Eintritt zahlen!
Die schauen wir uns doch im Internet oder bei Wikipedia an:
 

CD-0522

45 55,363

64 38,735

Hillsborough

Für Eisenbahn-Interessierte bietet sich der Besuch eines Museums an, das viel rollendes Material auf dem Freigelände zur Verfügung stellt.
 

CD-0523

46 04,361

64 46,980

Moncton (Süd)

Für die Rückfahrt bis Halifax nimmt man zunächst die '104' (ein Teilstück kostenpflichtig; Ausweichroute: '4') und dann die 102. Wesentliche Sehenswürdigkeiten konnten nicht ermittelt werden.

CD-0524

46 07,656

64 40,881

Moncton (Ost)

CD-0525

45 49,101

64 14,076

Amherst

CD-0526

45 43,359

63 53,158

Oxford

CD-0527

45 24,682

63 32,315

Glenholme

CD-0528

45 23,301

63 19,564

Truro (West)

CD-0529

45 03,461

63 26,429

ZP

CD-0530

44 48,339

63 36,339

Halifax (Nord


Kings Landing

Das Museumsdorf ist mit 40 Jahren eines der ältesten dieser Art in Canada. Wie üblich lernt man auf einem  Rundgang verschiedene Wohnhäuser und Arbeitsstätten vornehmlich aus dem 19. Jahrhundert kennen, die hier zusammengetragen wurden. Auch hier wird man in fast jedem Anwesen von Mitarbeitern begrüßt, die über die Geschichte des Hauses und deren frühere Bewohner erzählen.
Der Unterschied zu anderen Museen liegt darin, dass hier seit 2014 ein neues Konzept erprobt wird:
Die "Bewohner" der Anwesen spielen nun mehr oder weniger berufsmäßig die Personen, die sie verkörpern sollen, und zwar sozusagen in der geschichtlichen Rückblende. Das geht manchmal noch etwas holperig, aber die Umstellung ist ja auch neu. Es wird erwartet, dass die Besucher die sich aus dem Zusammentreffen ergebene Szene nicht nur mitspielen, sondern sich auch in die entsprechende Zeit zurückversetzen, was ja vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist.
Die Darsteller sind dabei angehalten, möglichst unbeirrt an der Rolle festzuhalten. Das geht dann soweit, dass auf deren Frage, wie man denn vom weiten Germany bis hierher gekommen sei, die Antwort nur lauten kann ...six weeks by ship... (oder so ähnlich).
Auch der deutsche (!) Manager der Anlage, den wir mehrmals trafen, verblieb so in seiner Rolle als einheimischer, dörflicher Schreiner, dass ihm fast kein deutsches Wort zu entlocken war.
Das Hauptproblem war aber, dass - zumindest bei unserem Besuch - niemand auf das neue Konzept hingewiesen hat, und man erst ab der soundsovielten Besichtigung merkte, was "gespielt" wird.
Generell wäre eine Auffrischung der gesamten Anlage von Nöten, fast alle Anwesen wirken, wie wenn sie auch seit 40 Jahren nicht mehr gestrichen worden wären, das aber würde ihrer Authenzität mit Sicherheit nicht schaden.
Auch wenn man schon andere Museumsdörfer der Art gesehen hat, entdeckt man dich immer wieder etwas Neues, nur ist der Eintritt mit 19 CD$ allerdings wieder sehr happig.
 

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