Flagge Litauen

LITAUEN

Route 02

© K. Friedl - WWW.OFFROAD-REISEN.COM - Stand: 28.05.2008

Kaunas - Raudondvaris - Vilkija - Nemunas-Tal (Memeltal) - Seredzius - Raudone - Jurbarkas -
Viesvile - Pagegiai - Silute - Rusne - Minija - Vente - Priekule - Klaipeda - Kurische Nehrung

Grundsätzliches:

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Code

GPS ( N / E )

Beschreibung

Erläuterungen / Fotos

LT-0201

54° 54,716
23° 50,083

Kaunas - West

Wir verlassen den westlichen Autobahnring (A5) an der Brücke über den Nemunas und biegen auf die 141 in westlicher Richtung ein.
Zunächst bleibt die Straße in Flussnähe.
 

LT-0202

54° 56,608
23° 46,978

Raudondvaris

Kurz vor dem Ort erblickt man bereits die  Kirche und schon führt die Straße steil zum Hochufer hinauf, auf dem Raudondvaris liegt.
Einzige Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Backsteinschloss auf dem 17. Jh., zu dem man in Ortsmitte  nach rechts abbiegt.
Das Schloss beherbergt in den verschiedenen Etage in kleines Museum mit zum Teil etwas skurrilen Sammlungen.
Der Turm kann bestiegen werden, doch sind die Bäume der Umgebung inzwischen so hoch, dass man nicht mehr viel von der Umgebung sieht.
In allen Räumen hängen Bilder eines ortsansässigen Künstlers. Wer mehr Interesse an ihm zeigt, bekommt noch weitere Räume aufgesperrt, in denen seine Werke gelagert werden.
Eintritt: 2 LT
 

LT-0203

 

.

Vilkija

In dem Ort verlässt die Route wieder das Hochufer und führt bis Jurbarkas wieder durch die malerischen Auen des Nemunas-Tals (**)
Die Straße ist breit und gut ausgebaut.
 

LT-0204

55° 04,706
23° 24,510

Seredzius

In dem Ort rentiert es sich, zu der weithin sichtbaren Kirche hinauf zu fahren, von oben hat man einen wunderbaren Blick in das Flusstal. Wieder im unteren Ort angekommen sollte man auf der Kopfsteinplasterstraße weiter durch den alten Ortskern bis zum westlichen Ende fahren, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
 

LT-0205

55° 04,616
23° 16,847

Veliuona

Eine schmale Kopfsteinstraße führt steil zum Hochufer hinauf bis zu einem außergewöhnlichen Holzschloss.
(Besichtigung nur nach telefonischer Voranmeldung)
 

LT-0206

55° 05,829
23° 07,466

Raudone (*)

Auch hier führt ein Abstecher wieder steil das Flussufer hinauf zu einem weiteren eindrucksvollen Backsteinschloss aus dem 17. Jh.
(Besichtigung nur bis 16.00 Uhr)
 

LT-0207

 

Abzweig Siline

Hinweis auf einen Campingplatz.
 

LT-0208

55° 04,589
22° 45,791

Jurbarkas

Nach dem Ort verlässt die Straße die wunderschöne Flusslandschaft und führt meist auf  einer breiten Schneise durch ausgedehnte Mischwälder.

LT-0209

 

Viesvile

Netter, ursprünglicher Ort mit vielen Holzhäusern, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Ab hier ist die Straße nun schmaler, meist auch kurviger und führt weiterhin durch dichten Wald, später oft als herrliche Baumallee durch ausgedehnte Wiesengebiete, während die Landschaft sanfte Hügel annimmt.
 

LT-0210

55° 07,361
21° 56,992

Kreuzung A12

Weiter südlich der Grenzübergang in die russische Enklave Kaliningrad.
 

LT-0211

55° 20,479
21° 27,589

Silute
(Abzweig Rusne)

Geschäftiger Ort, der auch einigermaßen gepflegt wirkt.
Hier kann man bei einer Brücke Richtung Rusne abbiegen, um den auf einer Insel im Nemunas-Delta liegenden Weiler zu besichtigen.
 

LT-0212

55° 17,627
21° 21,713

Rusne
(Museum)

Leider ist das Erscheinungsbild eher enttäuschend. Auch das dort außerhalb liegende Naturkundliche Gehöftmuseum (kleines Wohnhaus und ein Schuppen mit Fischereizubehör ist eher bescheiden, so dass sich der Abstecher nur bedingt lohnt.

Zurück nach Silute.
 

LT-0213

55° 20,607
21° 27,567

Silute
(Abschweig Kintai)

Kurz nach dem Abzweig nach Rusne biegen wir links Richtung Kintai ab. Die weitere Strecke bis kurz vor Kintai ist Schotterpiste mit zum Teil ausgeprägten Wellblech.
 

LT-0214

55° 23,637
21° 19,779

Abzweig Minija

Zum dem Ort führen zwei Abzweige, so dass man die Ortsteile an beiden Ufern erreichen kann. Hier ist der östliche Abzweig genannt, eine Schotterstraße (Sackgasse) führt bis zum Ort.
 

LT-0215

55° 21,559
21° 17,112

Minija (*)

Das ehemalige Fischerdorf liegt direkt entlang des Flussufers und bietet durchaus malerische Augenblicke, der Vergleich "Klein-Venedig Litauens" dürfte allerdings bei weitem zu hoch gegriffen sein.

Zurück zum Abzweig.
 

LT-0216

55° 24,395
21° 15,437

Abzweig Vente

Auf der Weiterfahrt nach Vente konnten wir im Mai ein seltsames Naturschauspiel erleben: Myriaden von Mücken verdunkelten den Himmel, man fuhr durch dichte Wolken und das Geräusch auf der Windschutzscheibe war, wie wenn man durch einen Platzregen fährt.
 

LT-0217

55° 21,362
21° 12,364

Vente

Ferienort, Hotel mit Campingplatz.
Weitere Einblicke waren uns wegen der Mückeninvasion nicht gegönnt.

Zurück zum Abzweig und dann weiter nach Norden.
 

LT-0218

 

Priekule

Gesichtsloser Ort, die "unzerstörten preußischen Häuser aus der Vorkriegszeit" (RF) tragen jedenfalls wenig zum Ortsbild bei.
Wir befinden uns jetzt auf der A 141, die bis Klaipeda zum Teil 4-sputrig ausgebaut ist.
 

LT-0219

55° 42,003
21° 12,443

Klaipeda
(Ost-KV)

Wir erreichen den durch weite Plattenbausiedlungen geprägten östlichen Stadtrand von Klaipeda und halten uns beim Kreisverkehr Richtung Zentrum.
 

LT-0220

55° 42,454
21° 07,743

Klaipeda
(Parkplatz)

Für die Besichtigung der Altstadt bietet sich der bewachte Parkplatz in der Pilies gatve an (direkt hinter dem ehemaligen Burghügel links abbiegen).
Von hier aus sind es nur einige Schritte bis zum Theaterplatz, einem geeigneten Ausgangsort für die weitere Besichtigung.

Der Reiseführer kommt geradezu ins Schwärmen bei der Beschreibung der Altstadt von Klaipeda.
Leider können wir diese Begeisterung nicht teilen.
Natürlich gibt es die ein oder andere malerische Ecke, oder auch das gut renovierte Häuser-Ensemble (und man fotografiert meist nur die schöneren Motive - siehe unten),  insgesamt wirken die Gassen zwischen der Pilies gatve und der Tiltu gavte sehr uneinheitlich und viele herunter gekommene oder hässliche Bauten zerstören den Gesamteindruck doch erheblich.

        

Für die Weiterfahrt auf die Insel Neringa ist kritisch anzumerken, dass in der ganzen Stadt leider jeder Hinweis auf die notwendige Fähre fehlt, so dass wir über eine halbe Stunde lang planlos hin- und hergeirrt sind.
 

LT-0221

55° 41,323
21° 08,370

Klaipeda
(Fähre nach Nida)

Die Fähre über den schmalen Meeresarm (gut 5 min Fahrt) kostet für unser Mini-Wohnmobil stolze 62 LT(!!), das grenzt schon an Abzocke!
 

LT-0222

55° 38,003
21° 07,808

Halbinsel
Neringa (**)
(Mautstelle)

Auf der Fahrt in den Süden der Halbinsel die nächste Überraschung: weitere 10 LT Eintrittsgebühr für die Insel werden fällig.
Zum Besuch der Halbinsel Neringa folgende Bemerkungen: Der schmale Landstreifen ist ein wunderbares Erholungsgebiet und deshalb auch Hauptziel für deutsche Urlauber. Alle Ort sind bestens herausgeputzt und auf Tourismus eingestellt (der hier in den Sommermonaten erheblich sein dürfte, obwohl man angeblich versucht, die Massen ein bisschen zu kanalisieren).
Man sollte aber vor allem schon ein bisschen Zeit mit sich bringen, die ca. 50 km lange Stecke bis Nida ist zwar in gut einer Stunde geschafft, aber dann hat außer einer breiten Waldschneise, durch die die Straße meistens führt, nicht allzu viel gesehen.
Unserer Meinung ist leider auch hier wieder die Ausschilderung zu den Sehenswürdigkeit sehr lückenhaft und grundsätzlich nicht fremdsprachig (was wohl nicht ganz zum EU-Beitritt passt), deshalb folgende Ergänzungen:
 

LT-0223

55° 31,207
21° 06,761

Juodkrante
(Parkplatz Komorane)

Schlimmer als bei Hitchcock! Von einem Aussichtspunkt aus kann man sehen, wie ungezählte Vögel einen ganzen Wald im wahrsten Sinne des Wortes zugeschissen haben.
 

LT-0224

55° 26,494
21° 04,329

Pervalka
(Parkplatz Düne)

Ein Wanderweg, zuerst über Holzbohlen, dann durch tiefen Sand, bringt einen in eine interessante Dünenlandschaft. Im Sommer sicher sehr anstrengend!
 

LT-0225

55° 18,883
21° 00,986

Nida
(Thomas-Mann-Haus)

Geschleckter Ort und trotzdem eine megahässliche Bauruine direkt am Hafen.

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